Über mich – und diese Webseite
Bei „Über mich“ denke ich, dass ich nicht sehr viel hinschreiben muss, denn alle, die auf dieser Webseite sind, sollten mich persönlich kennen.
Aber kommen wir gleich zur Sache. Warum mache ich einen Austausch?
Auf die Idee des Austausches kam ich, während ich mich auf der Webseite meiner Schule umsah. Dort sah ich unter der Rubrik „Schüler*innenaustausch“, dass es solche Möglichkeiten überhaupt gibt. Weiter ging es dann am Informationsabend meiner Schule. Dort habe ich einige Organisationen kennengelernt. Danach habe ich mit den zwei sympathischsten Organisationen Kontakt aufgenommen. Nach einer persönlichen Beratung mit beiden Organisationen habe ich mich final für eine der beiden entschieden, mit der ich dann fortgefahren bin.
Aber was war der springende Punkt, dass ich die Seite der Schule nicht wieder vergessen habe wie jede andere?
Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, ist das eine wirklich gute Frage, deren Antwort ich nicht klar formulieren kann. Jedoch habe ich dann immer mehr daran gedacht, wie es sein könnte, diese Möglichkeit zu haben. Dann kam immer mehr Momentum dazu: Ich habe mit meinen Eltern darüber gesprochen, und mein bester Freund hatte zur gleichen Zeit die gleiche Idee. Liebe Grüsse in die USA!
Für mich war immer klar, dass ich die 4. Klasse des Gymnasiums nicht wiederholen will. Deshalb habe ich mit meiner ehemaligen Englischlehrperson, die für internationale Austausche zuständig ist, gesprochen und sie gefragt, was ich für einen Schnitt haben müsse. Sie konnte mir diese Information nicht klar mitteilen. Jedoch war es klar, dass es mindestens eine 5.0 brauchen würde. Also habe ich das als Challenge genommen und über die Jahre (angefangen mit den Gedanken dazu habe ich in der 1. Klasse des Gymnasiums) versucht, dem verlangten Schnitt immer näher zu kommen.
Stellt sich heraus, dass man nicht wie von Anfang an gedacht eine 5.0 braucht, sondern „nur“ eine 4.75.
Um bei der Schule ein Gesuch für einen Austausch zu stellen, muss man simultan auch ein Motivationsschreiben einreichen. Darin standen bei mir als Motivationspunkte unter anderem:
- Die Möglichkeit der Zweisprachigkeit in Kanada
- Die einmalige Natur
Mehr ist mir in diesem Fall am Vorabend der Abgabe nicht eingefallen. Aber ich kann euch versichern, dass die Motivations- und Vorfreudepunkte exponentiell gestiegen sind.
Die nächste spannende Frage, die aufkommt, ist: Warum genau Kanada?
Hierzu hingegen habe ich eine Antwort. Angefangen hat es damit, dass ich in die USA wollte: Englisch lernen und die amerikanische Kultur kennenlernen. Jedoch habe ich diesen Plan dann aus verschiedenen Gründen losgelassen.
Sobald im Sommer 2025 die Hilfe der Organisationen dazukam, könnte man denken, dass die Auswahl einfacher wurde … Leider nicht. Mir wurden folgende Länder vorgeschlagen:
- Australien
- Frankreich
- Ghana
- Irland
- Kanada
- Neuseeland
- Norwegen
- Philippinen
- Schweden
- USA
Ich wusste dann nicht mehr ganz, was ich wollte. Ich hatte einfach zu viel Auswahl.
Australien hatte ich immer schon im Auge. Das war also der nächste logische Schritt – genauer gesagt Queensland. Jedoch war dieses Jahr die Nachfrage für Australien aussergewöhnlich gross, die Plätze aber wie jedes Jahr beschränkt.
Deshalb war nur noch Tasmanien „frei“. Und dort ist es so, dass die Gastfamilien (laut Organisation) auf jeden Fall bezahlt werden. Das wollten wir nicht, denn aus unserer Sicht sollte eine Familie Austauschschüler*innen aufnehmen, weil sie es gerne macht, und nicht, um Geld zu verdienen.
Aus all diesen Gründen war also auch Australien ausgeschieden. Danach habe ich meinen Horizont noch einmal erweitert.
Und dann kam Kanada ins Spiel. Das passte perfekt, denn ich wollte entweder Englisch oder Französisch weiterlernen. Da der östliche Teil von Kanada bis 1759 ein Teil des Französischen Reichs war und man dort bis heute ein Französisch spricht, war das das fehlende Puzzleteil meines Austauschs. Dort kann ich sowohl Französisch als auch Englisch sprechen.
Während dieses Jahres werde ich auf eine englischsprachige Highschool gehen (das ist etwa äquivalent zu unseren Gymnasien). Ich werde bei einer Gastfamilie wohnen, die aus einer Mutter, einem Vater und einem Gastbruder besteht.
In der Schule werde ich, wie oben kurz erwähnt, auf Englisch unterrichtet. Zuhause und generell in der Stadt, in der ich lebe, spricht man Französisch.
Kulturelle Unterschiede wird es viele geben. Meine Organisation spricht sogar von einem Kulturschock, das ist das erste, was sie mir gesagt haben. Das Zweite, was mir gesagt wurde, ist, dass der Winter kalt sein wird. Nach etwas Recherche habe ich herausgefunden, dass in der Stadt, in der ich leben werde, im Jahr durchschnittlich viel mehr Schnee fällt als bei uns.
Die Schule hat sogar einige Tage eingeplant, an denen extra schulfrei ist, damit die Räumungsarbeiten fertiggestellt werden können. Falls diese Tage doch nicht gebraucht werden, hat man die entsprechende Anzahl an Schultagen am Ende des Jahres einfach frei.
Ich werde dort in der Klassenstufe sein, die im Sommer ihren Abschluss machen wird.
Fun-Fact: In der Provinz Québec dauert die Highschool nur fünf Jahre – in den anderen Provinzen dauert sie sechs Jahre, wie bei uns das Langzeitgymnasium.
Sofern ich das richtig verstanden habe, werde ich ebenso die Abschlussprüfungen schreiben und an allen Anlässen (Prom) teilnehmen wie alle anderen aus meiner Stufe. Jedoch werde ich keinen Abschluss bekommen, da es in Québec ein Punktesystem gibt. Vergleichbar mit Hochschulen bei uns gibt es an den Highschools in Québec Credits, die in verschiedenen Fächern absolviert werden müssen. Da man für den Abschluss eine relativ grosse Anzahl dieser Punkte braucht, müsste ich mindestens zwei Jahre in den Austausch gehen.
Die Frage zum Schluss ist noch, wofür ich diese Webseite verwenden will: Ich möchte hier einige Blogbeiträge veröffentlichen. Diese beinhalten Ausschnitte aus meinem Alltag, Erlebnisse oder anderes.
Diese Blogs werden auf Französisch sein, damit ich meinen Fortschritt im Französischen etwas überblicken kann und um sicherzustellen, dass ich Fortschritte mache – insbesondere im Schreiben, nicht nur im Sprechen. Falls euer Französisch nicht so geläufig ist, empfehle ich Übersetzungs-Tools. Ich bin mir sicher, dass ihr mit mir lernen könnt, auch wenn es anfangs vielleicht schwierig ist, meine Texte mit all den grammatikalischen oder stilistischen Fehlern zu entziffern.
Ich entschuldige mich schon im Voraus dafür, hoffe jedoch, dass die Fehler mit der Zeit seltener werden!
Noch eine Bitte an euch: Bitte veröffentlicht die Texte nicht und gebt sie nicht an Dritte weiter. Ich gebe euch hier einen Einblick in mein Privatleben und möchte nicht, dass jede und jeder weiss, dass ich in Kanada bin. Deshalb habe ich die sensiblen Bereiche passwortgeschützt. Sollte es ein Problem mit dem Login oder Ähnlichem geben, kontaktiert mich bitte!